Eintagsfliege

Leise huschts und wisperts
Auf dem Gang vor veschlossener Tür
Die Spatzen wussten’s schon
Längst rumort es auf den Dächern
Die Altgewordne atmet schwer
Bald flach, bald seufzend, ganz ohne Regel.

Wer will Tränen weinen, wer schon trauern?
Sie war tod geboren in eben jenem großen
Rauschend Fest aus Schall und Rauch
Ein kurzes Leben voll des Zorns und Ekels
In Angst vor zu großer Nähe und vor Einsamkeit

Die Welt feiert schon, will wieder weiter ziehen
Vegessen sitze ich allein bei dir
Lausche ratlos deinen letzten Tränen
Denen, die du immer noch nicht weinst
Was soll ich dir wünschen?
Wer am Ende dir sein?
Ich bin hier und du bist nicht allein

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