Entsorgung 

Flachsblond erträumt Blauäugig die Wirklichkeit Ölfest stinkt der Eklat Provozierter Moral Mondsüchtig gibt sich Wankelmut Rötlich verdämmert die Tinte Von Fettspritzern verschmiert Ermattet all der Wunschfieberglanz Resolut reduziert sich Sein Sein zu Ist Verwässert in Nichts Und nachträglichem Schein Biegsam entgleitet Sein letzter Strohhalm Dem laut aufgerissenem Mund Zahnlos lügt er sich schön

Triangel

Beständig erzählt es Eingefangen und verschweißt In poröses Celophan Das immer gleiche Lächeln Ganz im Glanze Des alten Silbergesichts Vom einstigen Feuer So vieler vergangener Augen Weit dahinter Im tieferen Nachtblau Ruhen die Sanfteren seiner Seelen Und hauchen ihm Worte ein Beinahe wie Geflüster Von fernem Glas

Unmöglich

Pinguin und Pandabär Die liebten einander so sehr Sie tauschten sogar ihr Gesicht Was ist das nur für ein blödes Gedicht für meine kleine Prinzessin

Trichterförmig

Sickerndes Glück Aus flüssigem Glas Rinnt in die Tiefe Der späteren Uhr Tropfen um Tropfen Verwaschener Zeit Verdampft im Nebel Zerflossener Farben  

Volkszorn

In Spiralen sinkt er Mit losem Propeller Rührselig kocht ihn die Wut Zurecht verloren der Mut Aufgeschnürte Steine Weinen Tränen die meine Die sie nicht haben In rosa Buchstaben Glimpfliche Landung Der neuen Tinktur Windige Versandung Zum Glück Diktatur

Winterwärts

Behaglich belächelt Unsäglich die Stille Belauscht das leise Getrappel Schlafloser nach letztem Klee Barfuß scheuert und kratzt Ihr raues grobgewebtes Tuch Und selbst dies kleine Leid Schenkt der Kälte noch Freude Verloren in der Weite des Trümmerfelds

Übergangenheitspuls

Figurativ geflochten Aufgespießt Antennen dekorativ sortiert Verpackt Und alsbald Dem Nachlass überlassen Filigran filetiert Ignoriert

Raster

Bastbesponnene Gitterstäbe Liebgewonnene Geduld Ein Staubkorn fällt durch die Matrix Aeonen bezwungen Bestellt Ansteigende Sorgfalt Oder einfach nur Geplapper Die Bahnhofsuhr tickt dumpf und stetig Im leisen Glanz des Gestirns Gestellt

Madagaskar

Leise atmend, das Kissen in Not Über Abraum und Vogelkot Täuschen Zitronen wiegend hinweg Zerbrochenes Fenster, Scherben im Dreck Alles im Argen, nichts mehr im Lot Die Flinte im Korn, den Leib voll Schrot Da auf der Stirn der dunkle Fleck Kalt längst die Spur hier unters Verdeck Mit Kümmernis in einem schaukelnden Boot Der…

Eine wie Keine

​Du bist die Eine Die einzige Meine Die Eine wie Keine Wie keine Andere ist Du bist wie Keine Einzig die Meine Weil Du die Eine Und keine Andere bist ~~~~~~~~~~~~~~~ für S